Netzwerk für Innovationen auf der Schiene: Land fördert RailCampus OWL

Verkehrsminister Hendrik Wüst übergibt Bescheid über mehr als 700.000 Euro
„Moderne Verkehrspolitik ist der beste Klimaschutz. Deswegen muss Deutschland wieder Bahnland werden“, sagte Verkehrsminister Hendrik Wüst. „Wir nutzen die Chancen der Digitalisierung und schaffen damit mehr Kapazität, mehr Zuverlässigkeit, höhere Effizienz und mehr Klima-schutz für bessere, sichere und saubere Mobilität. Das Land fördert gerne den RailCampus OWL, der die Innovationskraft Ostwestfalen-Lip-pes mit seinen vielen Unternehmen und Forschungseinrichtungen weiter stärkt. Eine Investition in die Zukunft!“
Auf dem RailCampus OWL werden neue Technologien für den Schie-nengüterverkehr entwickelt. Dazu gehören etwa die Automatisierung und Digitalisierung der Prozessabläufe und der Güterwagentechnologie. In neuen Studiengängen sollen Fach- und Führungskräfte für ein neues technologisches Zeitalter im Schienenverkehr ausgebildet werden.
Projektinitiatoren sind die Universität Bielefeld, die Fachhochschule Bielefeld, die Universität Paderborn und die Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe (TH OWL). Seitens der Wirtschaft sind die Deutsche Bahn mit der DB Systemtechnik und DB Cargo sowie Harting und Wago beteiligt. Auch die Stadt Minden und der Kreis Minden-Lübbecke zählen zu den Projektpartnern. Die DB Systemtechnik stellt für den RailCampus OWL Teile des Geländes und der Gebäude in Minden zur Verfügung.
„Die Deutsche Bahn sieht in dem Projekt RailCampus große Chancen“, so Hans Peter Lang, Vorsitzender der Geschäftsführung der DB Sys-temtechnik und CTO der Deutschen Bahn AG. „Wir können unser Know-how einbringen, Studenten für die Bahn begeistern und auf diese Weise die für uns so wichtigen Nachwuchskräfte gewinnen. Wir wollen Innovationsdynamik erzeugen – und das in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs Minden. Auf dem Gelände der DB Systemtechnik werden La-bore, Büros und Unterrichtsräume entstehen, um Automatisierung und Digitalisierung im Bahnsektor radikal zu beschleunigen. Die Deutsche Bahn unterstützt den RailCampus deshalb mit voller Kraft.“
Professor Dr. Stefan Witte, Mitglied des Initiatorenkreises und Vizepräsi-dent für Forschung und Transfer der TH OWL: „Im Zusammenspiel zwi-schen Wissenschaft und Wirtschaft entstehen auf dem RailCampus OWL neue Kooperationen und ein einzigartiges Ökosystem für Innovati-onen im Schienenverkehr. Forschung und Transfer bekommen im Kon-text Bahn eine neue Qualität und die künftigen Studierenden der Ba-chelor- und Masterstudiengänge sind in ein ideales fachliches Umfeld eingebunden. Wir freuen uns sehr über die Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen – nun kann der Aufbau des RailCampus OWL mit voller Fahrt weitergehen.“
„Hochschulen, Wirtschaft, Stadt und Kreis arbeiten in diesem Leucht-turmprojekt mit bundesweiter Strahlkraft Hand in Hand, um mitten in der Stadt Minden mit besten infrastrukturellen Voraussetzungen Innovatio-nen für die Zukunft der Mobilität auf die Schiene zu bringen“, so Annette Nothnagel, Leiterin REGIONALE 2022 bei der OWL GmbH. „Ich freue mich, dass der RailCampus OWL ein Projekt der REGIONALE 2022 ist, weil er bundesweit den Innovations- und Kompetenzstandort Nordrhein-Westfalen stärkt, weil er aktiv zur Stadtentwicklung in OWL beiträgt und Minden zusätzlich Aufwind verschafft, und weil er nicht nur junge Men-schen in die Stadt holt, sondern insgesamt die Fachkräftekompetenz in der Region stärkt.“
Der Campus wird Teil des Deutschen Zentrums für Mobilität der Zukunft (DZM), welches seinen Hauptsitz in München und weitere Standorte in ganz Deutschland haben wird. Der Standort in Minden ist einer von vier Satellitenstandorten. Die Initialförderung erfolgt zunächst durch das Land, und soll den reibungslosen Übergang in die Struktur des bundes-weit tätigen DZM ermöglichen.

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