Hochschulen, Unternehmen und Politik stellen Weichen für RailCampus OWL

Memorandum of Understanding auf digitalem Parlamentarischen Abend unterzeichnet: Alle Signale stehen auf Grün zur Schaffung eines Bahntechnologie-Innovationsnetzwerks für Ausbildung und Forschung am Standort Minden.

Auf einem digitalen Parlamentarischen Abend am 13. April 2021 haben Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft das Projekt mit einem „Memorandum of Understanding“ besiegelt, darunter Hendrik Wüst, Verkehrsminister des Landes Nordrhein-Westfalen, Dr. Sigrid Nikutta, Vorstand Güterverkehr Deutsche Bahn AG sowie Prof. Dr. Ingeborg Schramm-Wölk, Campus OWL-Vorsitzende und Präsidentin der Fachhochschule (FH) Bielefeld. „Der RailCampus OWL ist ein sehr gutes Beispiel für die enge Kooperation der Hochschulen im Verbund Campus OWL, in dem die fünf staatlichen Hochschulen in OWL seit mehr als zehn Jahren erfolgreich zusammenarbeiten“, so Schramm-Wölk. „Keine der Hochschulen hätte das Projekt allein stemmen können! Doch nun werden Lehre und Forschung in enger Kooperation mit der Bahnindustrie am RailCampus OWL ihren Beitrag für eine nachhaltige Mobilität leisten können.“

Das Projekt bringt führende Expertinnen und Experten für Bahntechnologie aus Wissenschaft und Industrie auf einem Campus zusammen und wird mit neuen Studiengängen Fach- und Führungskräfte für ein neues technologisches Zeitalter im Schienenverkehr ausbilden. Projektinitiatoren sind die Universität Bielefeld, die Fachhochschule Bielefeld, die Universität Paderborn und die Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe. Seitens der Wirtschaft sind die Deutsche Bahn mit der DB Systemtechnik und DB Cargo sowie HARTING und WAGO mit an Bord – Gespräche mit weiteren Partnern laufen. Auch die Stadt Minden und der Kreis Minden-Lübbecke zählen zu den Projektpartnern.

RailCampus OWL erhält 20 Millionen Euro Bundesförderung

Das Projekt RailCampus OWL bringt führende Expertinnen und Experten für Bahntechnologie aus Wissenschaft und Industrie auf einem Campus zusammen und wird mit neuen Studiengängen Fach- und Führungskräfte für ein neues technologisches Zeitalter im Schienenverkehr ausbilden.

Schon jetzt hat das Projekt bundesweite Strahlkraft. Nach den Plänen des Bundesministeriums für Verkehr und Digitale Infrastruktur wird der RailCampus OWL eine Außenstelle des Deutschen Zentrums Mobilität der Zukunft (DZM), das nachhaltige Mobilität in Deutschland vorantreiben soll. Der RailCampus OWL erhält Bundesfördermittel in Höhe von 20 Millionen Euro.

Das Deutsche Zentrum Mobilität der Zukunft soll dazu beitragen, Deutschland zum international führenden Ort nachhaltiger und in die Zukunft gerichteter Mobilität zu etablieren und dabei gesellschaftliche, ökonomische und ökologische Ziele gleichermaßen in den Blick nehmen. Das Ziel ist es, durch die Zusammenarbeit mit Hochschulen, außeruniversitären Forschungseinrichtungen und der Industrie, Wirtschaft und Wissenschaft eng miteinander zu verknüpfen. Dafür sollen Einrichtungen und Institutionen an Standorten in ganz Deutschland künftig Teil einer breiten Kooperation sein. Als mögliche Entwicklungsschwerpunkte sind unter anderem Wasserstofftechnologien, synthetische Kraftstoffe, innovative Logistikkonzepte und digitale Mobilitätskonzepte geplant. Für das Vorhaben stehen für die Jahre 2021 bis 2024 knapp 323 Millionen Euro bereit.

Erfolgsmodell: RailCampus OWL bekommt B-Status

An fünf Projektkandidaten wurde durch das UrbanLand Board im Dezember der B-Status verliehen.

Damit befindet sich der Rail Campus OWL im Qualifizierungsprozess zum Regionale 2022-Projekt: Im Schulterschluss zwischen dem DB-Standort an der Pionierstraße in Minden sowie Hochschulen und Forschungseinrichtungen der Region OWL (FH Bielefeld, TH OWL, Uni Bielefeld, Uni Paderborn) soll im Umfeld des Mindener Bahnhofes ein Innovationsökosystem für intelligente Bahntechnologie entstehen.

Ostwestfalen-Lippe richtet die REGIONALE unter der Überschrift „Das neue UrbanLand“ aus. Ziel ist es, die Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse in Stadt und Land zu stärken. Um die Qualität der Projekte zu gewährleisten, durchlaufen potenzielle REGIONALE-Projekte für Ostwestfalen-Lippe ein dreistufiges Auswahl- und Qualifizierungsverfahren vom C-Status über den B-Status bis zum A-Status. Erst anschließend wird aus den Projektideen ein REGIONALE-Projekt. Derzeit sind 131 Projektideen eingereicht. Aktuell gibt es 15 REGIONALE-Projekte, wobei diese mehrere A-Beschlüsse haben können.